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4. Bachchor-Konzert 13/14

So 22. Juni 2014 | 19.00 Uhr | Peterskirche Heidelberg

Joseph Haydn: Messe C-Dur Hob. XXII:5 »Cäcilienmesse«

Sopran: Irida Herri
Alt: Evelyn Hauck
Tenor: Namwon Huh
Bass-Bariton: Simon Duus Svendsen

Musikalische Leitung: Jan Schweiger
Bachchor Heidelberg
Philharmonisches Orchester Heidelberg

Die Cäcilienmesse komponiert Joseph Haydn als Messe für die österreichische Wallfahrtskirche Mariazell. Ein bedeutender Ort, denn die Habsburgischen Herrscher pilgern häufig von Wien aus über die »Via Sacra« nach Mariazell – ebenso Haydn. Der Komponist will in frühen Jahren dort festliche Kirchenmusik erleben und um eine Anstellung als Sänger bitten. Eine Woche weilt er in Mariazell – ohne jedoch sein Ziel zu erreichen. Die Cäcilienmesse entsteht 1766 als Auftragskomposition des Fürsten Esterházy. Ab diesem Zeitpunkt steht Haydn dann als Erster Kapellmeister in dessen Diensten. Vollendet wird das Werk 1777 und bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gibt es zahlreiche Abschriften der Messe – ein Zeichen ihrer großen Wertschätzung und Bedeutung. Die Cäcilienmesse ist ein komplexes Werk. Virtuos geschrieben ist die Musik und reich an kontrapunktischer Kunst. Die Melodien ertönen in fast opernhafter Ausdrucksdichte. Vor allem die großen Schlussfugen sind prächtige Chorsätze und meisterhaft polyphon gestaltet.

Werkeinführung um 18.10 Uhr: Wir laden Sie herzlich ein, vor dem Konzert die Einführung von Bruno Dumbeck zu besuchen. Die Einführung findet von 18.10 - 18.30 Uhr auf der Empore der Peterskirche statt.

Pressestimmen

Glanzstücke auf hohem Niveau

Heidelberger Bachchor sang „Cäcilienmesse“ von Joseph Haydn in der Peterskirche

Von Irmela Wagner

In einer Kleist-Erzählung von 1810 firmiert die Messe eines italienischen Meisters als Instrument gegen religiös revolutionäre Bilderstürmer, die durch die Macht der Musik in ihrem frevlerischen Vorhaben der Zerstörung kirchlicher Kulturgüter nicht nur aufgehalten, sondern auch noch bekehrt werden. Die mystische Macht wird Cäcilie zugeschrieben, der Schutzpatronin der Kirchenmusik. Haydn hat allerdings seine „Hohe Marianzeller Messe“ nie selbst „Cäcilienmesse“ genannt; trotzdem enthält sie genügend Elemente der Berückung.
Der Bachchor Heidelberg unter der Leitung von Jan Schweiger stellte den ersten Teil des Kyries in fulminant homophonem Tutti wie eine Wand aus Klang, die aus gut 60 Kehlen strömt, in den Raum. 
Unterbrochen von einer Tenorarie kam es im zweiten Teil des Kyrie zum leichten Schwächeln des Basses beim Einsatz schwieriger Koloraturen, die die Fuge einleiten. Bald vergessen wurde dies jedoch durch den vielstimmigen Einsatz des Gesamtchores.
Das Vibrato der Sopransolistin Irida Herri war im langsamen „Laudamus Te“ sicher Geschmacksache und trat in späteren Arien auch kontrollierter auf. Tenor Namwon Huh sang exzellent, der Bass-Bariton Simon Duus Svendsen mit viel Gefühl, die Altistin Evelyn Hauck mit einem extrem, tiefen und weiten Timbre.
Das „Domine Deus“ war ein Glanzstück der Aufführung, ebenso wie die folgenden Stücke. Bei dem hohen Niveau, das der Bachchor in Zusammenspiel mit dem Philharmonischen Orchester bei dieser Wiedergabe vorlegte, darf man sich auf die Fortsetzung der Haydn-Reihe in den nächsten Jahren freuen.
Der Messe voran ging in der Peterskirche Haydns Sinfonie Nr. 52 in c-Moll, mit dem Philharmonische Orchester Heidelberg große Souveränität und schöne musikalische Vorstellungskraft beweist.
Unter Jan Schweiger fingen die virtuosen Bögen des Andantes und Menuetts filigran zu tanzen an.

© Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 24.06.2014

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