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2. Bachchor-Konzert 13/14

Sa 15. Februar 2014 | 19.00 Uhr | Peterskirche Heidelberg

Claudio Monteverdi: Vesperae Veneziane di San Marco
Pasticcio von Christian Kabitz

Sopran: Rinnat Moriah | Irina Simmes
Countertenor: Terry Wey
Tenor: Namwon Huh
Bass: Haris Andrianos

Musikalische Leitung: Christian Kabitz
Bachchor Heidelberg
Philharmonisches Orchester Heidelberg

Mit Werkeinführung um 18.10 Uhr

Pressestimmen

Im Wald der Stimmen

Winter in Schwetzingen endet in Heidelberg

"Wir sind streng genommen in Venedig, nicht in Heidelberg, genauer: im mit Mosaiken tapezierten Markusdom, nicht in der kargen Peterskirche. Etwas Phantasie braucht es da schon. Bei Christian Kabitz fehlt es daran nicht, der Chef des Heidelberger Bachchors hat aus kleinen Einzelstücken Claudio Monteverdis ein "Pasticcio" angefertigt. Insgesamt fünf Psalmvertonungen und ein Magnificat sind eingewoben, aus der 1641 publizierten Sammlung "Selva morale e spirituale" ("Moralischer und geistlicher Wald"). Die Kreativität des Dirigenten geht noch weiter: Da begleitende Instrumentalstimmen nur angedeutet sind, hat Kabitz diese aufgefüllt und ausdifferenziert. "Doch jede Note ist von Monteverdi", kann er uns beruhigen.
Kleiner Sängerwettstreit

Im Orchester dürfen wir Exoten wie das alte Krummhorn Zink begrüßen, das zu Monteverdis Zeiten freilich wohlgelitten war. Im Wald der Instrumente bleibt es leider meist im Unterholz, obwohl die kurzen orchestralen Zwischenspiele Abwechslung versprechen vom "Laudate"-, "Hallelujah"- oder "Amen"-Singen, das ja sonst, wie einst bei Ludwig Thomas grantelndem Münchner im Himmel, einen Koller nach sich ziehen könnte. Dieser Abwechslung dienen auch Raumeffekte, etwa, wenn Rinnat Moriah von der Kanzel aus Irina Simmes sopraneske Antwort gibt.

Die Stimmen konzertieren häufig, manchmal schaukelt sich das fast zu einem kleinen Sängerwettstreit auf. Bei Monteverdi ist der Glaube immer auch Affektsache, und die Erfahrungen mit dem Musiktheater äußern sich in großen, weiten Chorblöcken voller dramatisch-opernhafter Harmoniewechsel. Das wird von Christian Kabitz gut herausgestellt. Bei den Solisten gibt es keinen ernsthaft schwächelnden, neben Rinnat Moriah und Irina Simmes sind es die Tenöre Namwon Huh und Stefano Ferrari. Fast noch besser ist der kernig-dunkle Bariton von Haris Andrianos. Und das Beste ist der Counter Terry Wey, der Kunst und Künstliches völlig natürlich wirken lässt." HGF

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 20.02.2014

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