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1. Bachchor-Konzert 2011/12

So 30.10.2011 | 20.00 Uhr | Peterskirche Heidelberg  

Dietger Holm

Antonín Dvorák
Stabat Mater op. 58 

Sopran Evelyn Novak
Alt Katharina Magiera
Tenor Benedikt Nawrath
Bass Marek Gasztecki

Orgel Wilhelm Schmidts

Dirigent Dietger Holm
Bachchor Heidelberg
Philharmonisches Orchester Heidelberg 

 

Neben so beliebten symphonischen Kompositionen für den Konzertsaal wie den "Slawischen Tänzen" oder der 9. Symphonie mit dem klangvollen Beinamen "Aus der Neuen Welt" hat Antonín Dvorák auch einige geistliche Werke komponiert, die sich im Konzertleben etabliert haben und einer großen Beliebtheit erfreuen. 

Mit seinem Stabat Mater op. 58, einer überwältigende Vertonung des mittelalterlichen Reimgedichts für vier Gesangssolisten, Chor und Orchester, in dem die Passion Jesu mit Blick auf die leidende und trauernde Gottesmutter dargestellt wird, hat der tschechische Komponist ein Hauptwerk der osteuropäischen Sakralmusik geschaffen. Die lateinischen Verse hat Dvo?ák zu einer kontemplativen Musik mit ergreifend schlichter Melodik verarbeitet. Gleichzeitig enthält das Werk, dessen Entstehung mit dem Tod seiner Kinder Josefa, Ružena und Otokar zusammenfällt, vergleichbar mit Gustav Mahlers "Kindertotenliedern" autobiographische Züge.

 

Pressestimmen

Blutige Dimensionen
Bachchor Heidelberg sang Antonin Dvoraks „Stabat Mater“ in der Peterskirche

Die Heidelberger Peterskirche war der richtige Ort für die Aufführung von Antonin Dvoraks „Stabat Mater“. Nicht nur schien die blutrote Aderung im weißen Gewölbe die Verlängerung des besungenen Blutes Christi zu sein, auch akustisch war die Kirche ein hervorragender Resonanzraum für die Facetten der Komposition, sowohl für die berstenden Forteklänge wie auch für die stilleren, filigranen Stellen, bei denen der Puls der Rhythmen trotz Hall nicht in der Kirche verflog.
Das war allerdings nicht nur dem Raum, sondern maßgeblich den Musikern zu verdanken, die die Aufführung von Dvoraks Vertonung dieses mittelalterlichen Gedichtes bestritten: Der Bachchor Heidelberg und das Philharmonische Orchester bewiesen nämlich fast durchgehend ein beeindruckend gefügtes Zusammenspiel.
Der Chor bestach durch die Präzision seiner Sprache, sodass er wesentlich besser zu verstehen war als die vier Gesangssolisten. Diese besaßen zwar alle vier stimmlich sehr ausgeprägte Charaktere, aber leider eben auch sehr unterschiedliche, was die Zusammenführung in einem einigermaßen gemeinsamen Klangideal verhinderte.
So traten der Bassist Marek Gasztecki und die Altistin Katharina Magiera beide mit großen, weit gedehnten Stimmen auf, während die Sopranistin Evelin Novak mehr Kern und Konzentration in der Stimme anzubieten hatte. Der ausdrucksvolle Tenor von Benedikt Nawrath wirkte hiergegen eher eng.
Das Dirigat Dietger Holms schließlich war präzise und teilweise voller Inbrunst, wie es das sehr gefühlsbeladene Werk Dvoraks auch erforderte. Ein stimmiges Konzert war der sich ergebende Gesamteindruck, gerade die stark ausgearbeitete Dynamik transportierte die Harmonieintensität der Komposition ins Publikum, das den Musikern mit lang anhaltendem Applaus Dank zollte.

Rhein-Neckar-Zeitung, Teresa Roelcke, 4.11.11

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